INDIKATIONEN FÜR PATIENT/INNEN

llergien, Heuschnupfen, Asthma, AD(H)S (s. unten), Scharlach-Rezidive, Hautkrankheiten, Schlafstörungen, Angstzustände, Depressionen,  Menstruationsschmerzen,  Menopause-Beschwerden, Muskel- und Gelenkrheuma, Diskushernien, Schwangerschaftsbegleitung,  Operations-  und  Verletzungsfolgen, Schulkopfschmerzen bei Kindern, Kopfschmerzen,

Migräne, Warzen etc.

 

Dauer der Behandlung: Im Allgemeinen 2-3 Jahre, bei Kindern oft weniger. Die Konsultationen erfolgen im Abstand von 6 Wochen bis 3 Monaten, je nach Schweregrad der Beschwerden.

 

 

AD(H)S „Attention Deficit (and Hyperactivity) Disorder Syndrome“

 

Seit einigen Jahren ist ADHS in der homöopathischen Praxis ein grosses Thema geworden. Sowohl als Lehrerin wie auch jetzt als

Homöopathin habe ich mich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt.

 

Seit der Nervenarzt Dr. Heinrich Hoffmann 1855 in seinem Buch „Struwwelpeter“ verschiedene kinderpsychiatrische Krankheitsbilder beschrieb, folgten in der modernen Kinderpsychiatrie viele weitere Beschreibungen des Aufmerksamkeitsdefizit-Syndroms, das meist pädagogisch und psychotherapeutisch angegangen wurde. Seit Mitte des 20. Jahrhundert kennt man auch die Wirkung von Amphetaminen bei Hyperaktivität - am bekanntesten das Derivat Ritalin.

 

Dem AD(H)S liegen Wahrnehmungsstörungen zugrunde, die auf einer pathologischen Verarbeitung der Sinnesreize im Gehirn beruhen. Reize werden mangelhaft selektiert und/oder verarbeitet, was zu Reizüberflutung oder mangelnden Reizungen führt. Da kindliches Lernen  zu einem sehr grossen Teil aufgrund von Wahrnehmung durch alle Sinne geschieht, sind diese Kinder je nach Ausprägung der Störung in ihrer ganzen Entwicklung mit Schwierigkeiten konfrontiert, und – trotz normaler Intelligenz - in der schulischen Laufbahn behindert.

 

Für die Homöopathen, die ADHS in ihrer Praxis behandeln, wird schnell deutlich, dass die herkömmliche Art der Repertorisation viel weniger schnell zu Erfolgen führt, als dies bei andern Krankheitsbildern der Fall ist. Das mag daran liegen, dass die Symptomatik des ADHS-Kindes gerade in den Gemütssymptomen so wechselhaft ist, dass nur mit grosser Mühe und langer Beobachtung die für uns in der Homöopathie so wichtigen charakteristischen Symptome herausgearbeitet werden können.

Dr. med. Heiner Frei, ehemals homöopathischer Arzt am Inselspital Bern, hat sich in umfangreichen wissenschaftlichen Studien mit diesem Problem befasst und eine Repertorisationstechnik ausgearbeitet, die er in seinem Fachbuch „Die homöopathische Behandlung von Kindern mit ADS/ADHS“ ausführlich beschreibt und so allen interessierten Homöopathen zur Verfügung stellt.

 

Er schreibt: “Da Homöopathie nicht einfach Symptome verschiebt, sondern diese ohne Nebenwirkungen zum Verschwinden bringt, erlaubt sie dem Kind eine authentische Entwicklung, also es selbst zu sein, ohne ständig durch die quälenden Wahrnehmungsstörungen an einer normalen Entfaltung gehindert zu werden.“ – In meinen Augen eine hoch motivierende Aussage für betroffene Eltern, Kinder, Lehrer und behandelnde Ärzte und /oder Homöopathen!